
Wir vertreten die professionell Pflegenden im Freistaat Thüringen,Â
als Expertengremium mit Stimme gegenüber der Politik und unserer Gesellschaft.

WIR PFLEGEN GERADE UNSERE WEBSITE
— diese Seite befindet sich derzeit im Umbau.
Nachruf
Martina Röder

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Frau Röder, der ehemaligen Vorsitzenden des Landespflegerats Thüringen.
Mit ihrem Tod verliert die professionelle Pflege in Thüringen eine herausragende Persönlichkeit, engagierte Fürsprecherin und bedeutende Wegbereiterin. Über viele Jahre setzte sie sich mit außerordentlicher Leidenschaft, fachlicher Kompetenz und großer Beharrlichkeit für die Weiterentwicklung der Profession Pflege ein.
Als am 28. Oktober 2014 die erste Beratung des Landespflegerats Thüringen stattfand und im März 2015 die Gründung des Landespflegerats sowie die Wahl des ersten Vorstands erfolgten, gehörte Frau Röder zu denjenigen, die die Chancen einer starken gemeinsamen Interessenvertretung der Pflege früh erkannten und aktiv mitgestalteten. Mit ihrem Engagement trug sie maßgeblich dazu bei, den Landespflegerat Thüringen aufzubauen, professionell zu organisieren und als wichtige Stimme der Pflege im Freistaat zu etablieren.
Seit dem 15. Juni 2017 stand Frau Röder als Vorstandsvorsitzende des Landespflegerats Thüringen an dessen Spitze. In dieser Funktion prägte sie die Entwicklung des Landespflegerats nachhaltig. Mit Weitblick, Entschlossenheit und hoher Fachlichkeit setzte sie sich für die Stärkung der Pflege als eigenständige Profession ein. Besonders am Herzen lagen ihr die Schaffung guter und verlässlicher Rahmenbedingungen für Pflegende, die Entwicklung einer Berufsordnung für die Profession Pflege sowie die Etablierung von Pflegekammern in Thüringen und auf Bundesebene.
Ein besonderes Kennzeichen ihres Wirkens war ihre ausgeprägte Fähigkeit zur Vernetzung. Frau Röder brachte Menschen, Verbände, Institutionen, Politik und Pflegepraxis zusammen, förderte den Dialog und schuf tragfähige Kooperationen. Durch ihre engagierte Netzwerkarbeit und ihre überzeugende berufspolitische Arbeit gelang es ihr, die Anliegen der Pflege sowohl in Thüringen als auch bundesweit sichtbar zu machen und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Berufsstandes zu setzen.
Die Förderung der Verbandsarbeit und die nachhaltige Entwicklung der Pflege waren für Frau Röder stets zentrale Anliegen. Viele heute bestehende Strukturen, Kooperationen und berufspolitische Initiativen tragen ihre Handschrift. Ihr Wirken war getragen von der festen Überzeugung, dass eine starke Profession Pflege eine starke berufliche Interessenvertretung und Selbstverwaltung benötigt.
Mit Frau Röder verliert der Landespflegerat Thüringen eine geschätzte Kollegin, engagierte Mitstreiterin und inspirierende Persönlichkeit. Ihr Einsatz, ihre Menschlichkeit und ihr unermüdliches Engagement für die Pflege werden unvergessen bleiben. Ihr Lebenswerk wirkt in den Strukturen, Netzwerken und Entwicklungen fort, die sie mit aufgebaut und geprägt hat.
Der Landespflegerat Thüringen wird Frau Röder ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Angehörigen sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.
Für den Landespflegerat Thüringen
Vorstand und Mitgliedsverbände
KAMPAGNE
DPR
#PflegeImFreienFall











Der Landespflegerat Thüringen unterstützt die Kampagne des Deutschen Pflegerats #PflegeImFreienFall – #DeutschlandWelchePflegeWillstDu?
Zehn Tage lang macht der DPR vor der geplanten Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Folgen der aktuellen Reformpolitik aufmerksam. Im Kern steht eine Sorge, die wir aus Thüringer Sicht teilen: Finanzielle Stabilisierung darf nicht zulasten der Versorgungssicherheit gehen.
GKV-Beitragssatzstabilisierung, Pflegeneuordnung, Notfall- und Primärversorgung treffen dieselben Menschen, dieselben Einrichtungen, dieselbe knappe Personalbasis – sie müssen zusammen gedacht werden, mit der Profession Pflege als Teil der Lösung.
Wir tragen den Countdown mit. Folgen und teilen Sie die Kampagne:
LINK DPR-WEBSITE
https://www.instagram.com/p/DaKeN-UDPkZ/
ZUM TAG
DER PFLEGE
ZUM
ENTWURF
BStbG
Der Landespflegerat Thüringen warnt vor den Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die Pflege. Beitragssatzstabilität darf nicht zulasten von Pflegequalität, Fachkräftesicherung und wohnortnaher Versorgung erreicht werden.
Gerade Thüringen als Flächenland braucht eine Finanzierung, die pflegerische Realität, Tarifentwicklung und regionale Versorgungsstrukturen berücksichtigt.
RÜCKBLICK:

Beim 11. Thüringer Sozialgipfel am 17. März 2026 im Thüringer Landtag stand die Frage im Mittelpunkt, wie soziale Teilhabe, Versorgungssicherheit und demokratische Mitwirkung künftig verlässlich gestaltet werden können. Unter dem Leitgedanken „Zukunft. Gemeinsam. Sozial. Gestalten.“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Sozialwesen, Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven sozialer Infrastruktur zu diskutieren.
Wichtige Impulse setzten dabei unter anderem Tino Grübel und Prof. Dr. Holger Wunderlich im Plenum. Im Workshop zur integrierten Sozialraumplanung wurde anschließend vertieft diskutiert, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitwirkung für alle Menschen möglich bleiben.
Gerade im Bereich der Pflege zeigt sich, wie entscheidend tragfähige Netzwerke für eine gute Versorgung sind. Pflege entsteht im Zusammenspiel persönlicher, zivilgesellschaftlicher und professioneller Strukturen. Umso wichtiger ist es, dass die Perspektiven von Pflegefachkräften nicht nur mitgedacht, sondern verbindlich in fachliche und politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Neben Trägern, Verbänden und bestehenden Netzwerken braucht es dafür auch starke Formen beruflicher Selbstverwaltung sowie eine verlässliche Beteiligung professionell Pflegender in relevanten Gremien und Entscheidungsstrukturen. Pflegefachliche Expertise sollte überall dort vertreten sein, wo über Versorgung, Standards und Zukunftsfragen entschieden wird.
Der Sozialgipfel hat erneut deutlich gemacht: Netzwerke sind eine zentrale Grundlage sozialer Versorgung – sie benötigen zugleich verbindliche Formen der Mitwirkung und Interessenvertretung professionell Pflegender.

