
Wir vertreten die professionell Pflegenden im Freistaat Thüringen,Â
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ZUM TAG
DER PFLEGE
ZUM
ENTWURF
BStbG
Der Landespflegerat Thüringen warnt vor den Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die Pflege. Beitragssatzstabilität darf nicht zulasten von Pflegequalität, Fachkräftesicherung und wohnortnaher Versorgung erreicht werden.
Gerade Thüringen als Flächenland braucht eine Finanzierung, die pflegerische Realität, Tarifentwicklung und regionale Versorgungsstrukturen berücksichtigt.
RÜCKBLICK:

Beim 11. Thüringer Sozialgipfel am 17. März 2026 im Thüringer Landtag stand die Frage im Mittelpunkt, wie soziale Teilhabe, Versorgungssicherheit und demokratische Mitwirkung künftig verlässlich gestaltet werden können. Unter dem Leitgedanken „Zukunft. Gemeinsam. Sozial. Gestalten.“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Sozialwesen, Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven sozialer Infrastruktur zu diskutieren.
Wichtige Impulse setzten dabei unter anderem Tino Grübel und Prof. Dr. Holger Wunderlich im Plenum. Im Workshop zur integrierten Sozialraumplanung wurde anschließend vertieft diskutiert, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitwirkung für alle Menschen möglich bleiben.
Gerade im Bereich der Pflege zeigt sich, wie entscheidend tragfähige Netzwerke für eine gute Versorgung sind. Pflege entsteht im Zusammenspiel persönlicher, zivilgesellschaftlicher und professioneller Strukturen. Umso wichtiger ist es, dass die Perspektiven von Pflegefachkräften nicht nur mitgedacht, sondern verbindlich in fachliche und politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Neben Trägern, Verbänden und bestehenden Netzwerken braucht es dafür auch starke Formen beruflicher Selbstverwaltung sowie eine verlässliche Beteiligung professionell Pflegender in relevanten Gremien und Entscheidungsstrukturen. Pflegefachliche Expertise sollte überall dort vertreten sein, wo über Versorgung, Standards und Zukunftsfragen entschieden wird.
Der Sozialgipfel hat erneut deutlich gemacht: Netzwerke sind eine zentrale Grundlage sozialer Versorgung – sie benötigen zugleich verbindliche Formen der Mitwirkung und Interessenvertretung professionell Pflegender.

